Komorbiditäten

Die überwiegende Mehrzahl aller Patienten mit Tourette-Syndrom entwickeln weitere
Komorbiditäten (Störungsbilder bzw. Begleiterkrankungen). Dazu gehören:

  • Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
  • Zwangsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Depressionen
  • Angststörungen
  • Soziale Phobien

Leben mit Tourette-Syndrom

Für die Umwelt ist das Verhalten von Menschen mit einem Tourette-Syndrom schwer nachvollziehbar und häufig auch störend. Vielen fällt es schwer zu akzeptieren, dass die Betroffenen ihren Tics weitgehend ausgeliefert sind. Sie reagieren ablehnend und aggressiv – insbesondere auf Beschimpfungen oder obszöne Gesten. Das gilt natürlich insbesondere dann, wenn die Patienten unter fremden Menschen sind. Bei einigen Betroffenen frühen diese Missverständnisse und die Ablehnung durch die Umwelt verständlicherweise dazu, dass sie nur ungern unter Menschen gehen. Auch bestimmte Berufe auszuüben, insbesondere solche mit vielen sozialen Kontakten, ist für Menschen mit schwerem Tourette schwierig.

Positive Aspekte von Tourette

Menschen mit Tourette-Syndrom sind weniger kontrolliert als andere. Das kann auch Vorteile haben. Beispielsweise sind sie oft sehr reaktionsschnell. Das ist in vielen Sportarten ein großer Vorteil. Ein großer Teil der Menschen mit Tourette-Syndrom leidet außerdem unter einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS). Diese Menschen sind besonders kreativ. Die Gedanken fließen weniger kontrolliert, was dazu frühen kann, dass leichter neue und ungewöhnliche Ideen entstehen.